alles auf Anfang

Anfang des Jahres 1974, ich liege mit einer dicken Bronchitis im Bett, schon zum zweiten Mal in diesem Winter. Meine Mutter fragt mich, ob ich Lust hätte, Klavier spielen zu lernen. Ja, klar habe ich Lust. Ich habe Blockflötenunterricht gehabt, vorher die musikalische Früherziehung durchlaufen, alles mit mäßigem Interesse, aber jetzt schreit alles Ja Ja Ja.

Meine Mutter hat auch schon eine Lehrerin im Kopf. Ich soll nicht beim Organisten im Dorf Unterricht bekommen, sondern bei seiner Tochter, sie studiert in Aachen Kirchenmusik, spielt aber noch lieber Klavier als Orgel.

Nun werde ich zuerst mal ganz schnell gesund. Dann muss natürlich ein Klavier gekauft werden, es ist rotbraun, hat einen französischen Namen und passt perfekt zur Wohnzimmereinrichtung.

Und dann geht es endlich mit den Klavierstunden los. Meine Klavierlehrerin ist ein Volltreffer. Jung, lustig, musikbegeistert, ja, sie brennt für die Musik. Und sie nimmt mich mit. Seit ich lesen gelernt habe, hat mir nichts mehr so viel Spaß gemacht. Ich liebe den Klang, die Vielstimmigkeit und auch das viele Denken dabei. Meine Lehrerin ist Motivation pur, jede Korrektur oder Kritik ist nur Erweiterung der Möglichkeiten. Sie bremst mich kein kleines bisschen und ich nehme Fahrt auf.

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